Cashmere

Cashmere

Cashmere
Die Cashmere-Ziege ist eine seltene Ziegenart, die in der Mongolei, in China, Afghanistan und in Indien beheimatet ist.
Mit „Cashmere“ bezeichnet man nur das feine Unterhaar, das den Ziegen aufgrund extrem kalter Temperaturen (bis – 40°) im Hochgebirge wächst. Je härter die Temperaturen, desto dichter und schöner das wärmende flaumige Haar unter der rauhen glatten Granne. Das Unterhaar sieht aus wie Watte und wird den Ziegen während des Fellwechsels im Frühjahr sorgfältig ausgekämmt.
 
Der Ertrag pro Ziege ist äußert gering - ca. 200g- 300g Roh-Cashmere woraus ca. 150g der besten Cashmere-Qualität entstehen. Je feiner und heller das Unterhaar ist desto hochwertiger ist die Cashmere-Qualität. Die beste Qualität hat eine Stärke von 12 – 18 Mikron, dies entspricht 0,0012 – 0,0018 mm. Die Länge des Haares liegt bei 35 bis 50 mm.
 
Die weitere Verarbeitung erfolgt überwiegend von Hand. Nach der Säuberung wird das Ober- und Unterhaar voneinander getrennt, dann wird das Cashmere-Haar gewaschen, entfettet und getrocknet. Erst jetzt kommt es nach Europa in die Spinnereien und Färbereien.
 
Dies erklärt auch die Exklusivität und Hochwertigkeit des Cashmere-Garns, wenn man bedenkt, dass für einen Cardigan der jährliche Ertrag von zwei oder mehr Ziegen benötigt wird.
 
Cashmere bietet höchsten Tragekomfort. Cashmere-Bekleidung ist fein und leicht. Cashmere ist atmungsaktiv, im Winter wärmend und im Sommer angenehm kühlend. Grund dafür sind die feinen Lufteinschlüsse zwischen den Fasern, die als Isolatoren bzw. Wärmespeicher agieren. Die Kälte von außen kann nicht eindringen und die Wärme nur in beschränktem Umfang.
 
Somit liegt Cashmere-Strick wie ein luftiger Hauch auf der Haut.